Was ist eine Baulast?

Fragen Sie sich das gerade auch? Dann schauen Sie sich hier unser Video dazu an oder lesen Sie den folgenden Blog-Artikel, um herauszufinden wie Sie erfahren ob auf Ihrer Wunschimmobilie eine Baulast ist.

Eine Baulast kommt häufiger vor als man denkt, aber was ist das eigentlich?

Bei Baulasten handelt es sich um rechtliche Einschränkungen, die für die Nutzung oder Bebauung von Immobilien gelten. Sie geben dem Eigentümer vor, was er auf seinem Grundstück zu unterlassen, durchzuführen oder auch zu dulden hat. Somit sind Baulasten Verpflichtungen, die der Grundstückseigentümer gegenüber der Baurechtsbehörde hat. Alles was nicht den Baulast-Vorgaben entspricht, darf nicht umgesetzt werden. Sie dienen dazu Bebauungen zu ermöglichen, wenn diese eigentlich nicht möglich wäre. Dies geschieht dadurch, dass ein Mangel oder ein Missstand auf dem benachbarten Grundstück ausgeglichen wird.

Durch eine Eintragung ins Baulastenverzeichnis werden Baulasten wirksam und gelten auch gegenüber zukünftiger Eigentümer. Sie sollten sich bevor Sie Die Einhaltung der Verpflichtungen kann von den Behörden rechtlich erzwungen werden.

Vereinfacht gesagt: Die Baulast ist die Übernahme öffentlichen Baurechts zugunsten Dritter.

Baulasten sind anders als Grunddienstbarkeiten nicht im Grundbuch, sondern ausschließlich im öffentlichen Baulastenverzeichnis aufgeführt. Die jeweilige Landesbauverordnung ist immer die rechtliche Grundlage für Baulasten.

Beispiele für Baulasten:

  • Einräumung einer Bebauungsmöglichkeit im Grenzabstand
  • Aufstellungsorte für Mülltonnen
  • Zuwegungen
  • Fluchtwege / Feuerwehrzufahrten
  • Stellplatzpflichtbaulast
  • Abstandsflächenbaulast
  • Vereinigungsbaulast
  • Rückbauverpflichtungen
  • Standsicherheitsbaulast
  • Kinderspielflächenbaulast