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Makler oder privat · April 2021 · 3 Min. Lesezeit

7 Gründe, die für einen privaten Hausverkauf sprechen

Arndt Gerhardts · Immobilienmakler, Geschäftsführer, geprüfter Wertermittler (EIA)

Warum Sie Ihre Immobilie privat verkaufen sollten

Sie möchten Ihr Haus verkaufen und erwägen einen privaten Verkauf? Allerdings ist Ihnen ein sehr guter Verkaufspreis wichtig und nebenbei wollen Sie möglichst wenig Kosten generieren? Auch der potenzielle Käufer soll letzten Endes zufrieden sein, denn Sie haben keine Lust auf rechtliche Auseinandersetzungen im Nachgang!

In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen wichtige Faktoren und liefern Ihnen wichtige Informationen, die Ihnen helfen herauszufinden, ob Sie für einen privaten Immobillienverkauf geeignet sind.

1. Vorbereitung ist alles

Wer privat verkauft, übernimmt alles selbst: Unterlagen beschaffen, Exposé und Fotos erstellen, Anfragen beantworten, Besichtigungen durchführen und den Notartermin vorbereiten. Das ist machbar – wenn Sie früh anfangen und strukturiert vorgehen. Eine vollständige Unterlagenmappe und ein realistischer Zeitplan sind die halbe Miete. Welche Dokumente Sie brauchen, lesen Sie unter Unterlagen für den Verkauf.

2. Eigenverantwortung, Menschenkenntnis & Verhandlungsgeschick

Sie führen alle Gespräche selbst, schätzen Interessenten ein und verhandeln den Preis. Wer das gern tut und eine gute Menschenkenntnis mitbringt, behält jeden Schritt in der eigenen Hand. Wichtig ist, bei Verhandlungen sachlich zu bleiben – gerade beim eigenen Zuhause fällt das nicht immer leicht.

3. Keine Maklerprovision

Der naheliegendste Grund: Sie sparen die Provision. Seit Ende 2020 teilen sich Verkäufer und Käufer beim Verkauf von Einfamilienhäusern und Wohnungen die Maklerprovision in der Regel. Verkaufen Sie privat, entfällt Ihr Anteil. Rechnen Sie dagegen, was Sie an Zeit, eigenen Kosten (Inserate, Unterlagen, Energieausweis) und womöglich am Verkaufspreis einsetzen.

4. Ein provisionsfreies Angebot für Käufer

Auch für Käufer ist ein Angebot ohne Provision attraktiv, weil die Nebenkosten sinken. Das kann die Nachfrage beleben. Ob daraus ein höherer Preis wird, hängt allerdings davon ab, ob Preis, Präsentation und Unterlagen überzeugen.

5. Flexibilität

Termine, Tempo und Kanäle bestimmen Sie selbst: Ob Sie über Portale, Ihr Netzwerk oder ein Schild am Zaun verkaufen und wann Besichtigungen stattfinden, entscheiden allein Sie.

6. Volle Kontrolle

Sie entscheiden, welche Informationen Sie herausgeben, wer die Immobilie besichtigt und bei welchem Angebot Sie zusagen. Niemand verhandelt in Ihrem Namen – dafür tragen Sie auch die volle Verantwortung für Angaben im Exposé und im Kaufvertrag.

7. Aktuelle und realistische Immobilienbewertung

Die wichtigste Voraussetzung für einen Privatverkauf ist ein realistischer Angebotspreis. Ist er zu hoch, bleibt die Immobilie lange am Markt und verliert an Attraktivität; ist er zu niedrig, verschenken Sie Geld. Orientierung geben Bodenrichtwerte (BORIS-NRW), vergleichbare Angebote in Ihrer Lage oder eine professionelle Bewertung. Mehr dazu: Immobilienwert richtig einordnen.

Fazit

Ein Privatverkauf kann gelingen, wenn Sie Zeit, Verhandlungsgeschick und einen realistischen Preis mitbringen. Welche Aufgaben ein Makler übernimmt, lesen Sie im Beitrag „8 Gründe für einen Makler“ – und im Ratgeber „Makler oder Privatverkauf?“ finden Sie vier Kriterien für Ihre Entscheidung.

Ein Privatverkauf hat also nicht nur Nachteile, sondern auch zwei Vorteile. Zum einen haben Sie jederzeit den kompletten Überblick über Ihre Handlungen und zum zweiten auch die alleinige Verantwortung beim Verkauf. Ein Nachteil dabei ist, dass Sie zwar das Erfolgshonorar des Maklers einsparen, jedoch das gesparte Geld gegen Ihre Zeit eintauschen.

Arndt Gerhardts

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Stand: April 2021. Dieser Beitrag gibt eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

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