Anliegerauskunft

Bescheinigung über Erschließungs- und Straßenbaubeiträge

Wussten Sie dass, obwohl die Straße vor Ihrem neuen Traumhaus seit Jahrzehnten fertiggestellt ist, trotzdem für Sie noch Kosten anfallen könnten? 

Falls Sie hiervon noch nichts wussten, schauen Sie sich auf jeden Fall unser YouTube-Video an oder lesen Sie den folgenden Blogbeitrag zum Thema Anliegerauskunft. So vermeiden Sie unvorhergesehene zusätzliche Kosten und sichern Ihre Kostenkalkulation ab.

Die Anliegerauskunft oder auch Anliegerbescheinigung genannt, beschreibt im Grunde die Anfrage an die zuständige Behörde, ob für ein Grundstück noch Erschließungs- und oder Straßenbaubeiträge anfallen. Diese Anfrage ist gebührenpflichtig und dient zur finanziellen Absicherung Grundstücks- und Hauskäufern.

Auf Ihre Anfrage erhalten Sie von der zuständigen Behörde ein Schreiben, welches die wichtigen Informationen enthält. Entweder steht dort, dass alle Arbeiten bereits abgerechnet sind und derzeit keine Kosten mehr anfallen oder aber Sie sehen dort dann die noch offenen Posten. Es können beispielsweise noch Teilbeträge anstehen bzw. es kann auch noch gar nichts abgerechnet worden sein. Das würde dann Sie bzw. eben den neuen Eigentümer treffen.  

Meist jedoch schließt diese Auskunft mit der Aussage „Beiträge für straßenbauliche Maßnahmen können nach Durchführung eines Beitragsverfahrens gemäß § 8 Abs. 2 des Kommunalabgabengesetzes (KAG-NRW) zur Zahlung fällig werden. Wann und inwieweit ein solches Verfahren durchgeführt wird, kann allerdings jetzt noch nicht gesagt werden.“  Das bedeutet, dass wenn in der Zukunft Maßnahmen durchgeführt werden, man natürlich an den Kosten beteiligt wird. Dies kann dann entsprechend bis zu vielen Jahren dauern, da diesbezüglich offenbar konkret noch nichts geplant ist.

ACHTUNG: Hier halten sich die Kommunen meistens alle Türen offen, indem grundsätzlich darauf verwiesen wird, dass aus der Bescheinigung weder Ansprüche noch Rechte hergeleitet werden können.

Bitte beachten Sie:

Es kann gut sein, dass die Straße seit 50 Jahren fertiggestellt, aber das Bauprojekt noch immer nicht abgerechnet worden ist. Da die Kommunen Ihnen 90 Prozent der für Ihren Grundstücksanteil anfallenden Kosten in Rechnung stellen können, kann so schnell ein vier- bis fünfstelliger Betrag zusammenkommen. Auch wenn Sie dort erst seit ein paar Wochen wohnen, müssen Sie die Kosten als neuer Eigentümer tragen. 

Wir sorgen generell dafür, dass bei einem Immobilienverkauf die Anliegerauskunft grundsätzlich in den Unterlagen ist. So sorgen wir dafür, dass der Käufer alle auf ihn zukommenden Kosten kennt. Gleichzeitig vermeiden wir dadurch entstehende Rückabwicklungen für Verkäufer. 

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