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Verkauf & Steuern · April 2026 · 4 Min. Lesezeit

Warum manche Immobilienpreise steigen – und andere nicht

Arndt Gerhardts · Immobilienmakler, Geschäftsführer, geprüfter Wertermittler (EIA)

Häuserzeile mit Fachwerk unter blauem Himmel

Wer sich aktuell mit Immobilien befasst, bekommt zwei extreme Szenarien präsentiert. Die eine lautet: Jetzt brechen die Preise ein. Die andere: Wer nicht sofort kauft, wird es bald bereuen. So pauschal stimmt beides nicht. Der Markt ist weder im freien Fall noch zurück in der alten Euphorie. Er ist anspruchsvoller geworden.

Preise steigen wieder – aber selektiv

Nach der Korrektur Ende 2022 sind die Preise 2025 wieder gestiegen. Im dritten Quartal 2025 lagen die Wohnimmobilienpreise in Deutschland 3,3 Prozent über dem Vorjahresquartal und ein Prozent über dem Vorquartal. Das Statistische Bundesamt spricht vom vierten Anstieg in Folge.

Wichtig ist: Den einen Immobilienmarkt gibt es nicht, sondern gute und schwache Lagen. Es gibt energetisch vernünftige Häuser und Objekte, bei denen der Käufer schon beim ersten Rundgang die künftige Rechnung mitkauft. Auch das Umfeld zählt: Wie stark ein Wind- oder Solarpark in der Nähe den Wert beeinflusst, lesen Sie in Wind- oder Solarpark in der Nähe: Verliert mein Haus wirklich an Wert?

Es gibt solvente Interessenten und solche, die an der Finanzierung scheitern, noch bevor es ernst wird. Deshalb steigen die Preise nicht mehr automatisch. Sie halten sich dort, wo das Angebot knapp ist und die Immobilie in Lage, Zustand und Zukunftsfähigkeit überzeugt. Was das für Ihr Haus oder Ihre Wohnung heißt, zeigt eine realistische Ermittlung des Immobilienwerts.

Neubau-Mangel stützt die Preise

Weil zu wenig gebaut wird, fallen die Preise nicht grundsätzlich. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken rechnet für dieses Jahr mit einem moderaten Anstieg um 3,1 Prozent. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt der Finanzierungsvermittler für Immobilien Dr. Klein.

Das ist weit entfernt von den Jahren, in denen fast alles teurer wurde, weil Geld billig war. Aber es ist eben auch kein Markt, in dem Wohneigentum in der Breite plötzlich verramscht wird. Ob Verkäufer in dieser Lage besser abwarten, beleuchtet unser Ratgeber Jetzt verkaufen oder warten?

Finanzierung wird zur größten Hürde

Das eigentliche Problem ist derzeit oft nicht der Preis der Immobilie, sondern die Finanzierung. Die Bundesbank berichtet, dass Banken ihre Richtlinien für Wohnungsbaukredite an private Haushalte zuletzt unter dem Strich gestrafft haben.

Banken finanzieren zwar weiter, aber sie prüfen genauer und rechnen strenger. Und das hat Folgen: Nicht jede Preisvorstellung lässt sich noch durchsetzen. Nicht jeder Käufer bekommt noch jede Kalkulation von der Bank genehmigt. Mit welchen Faustformeln Banken heute rechnen, lesen Sie in Käufer brauchen bis 30 Prozent Eigenkapital plus Nebenkosten.

Energieeffizienz entscheidet über den Wert

Hinzu kommt ein Punkt, der lange unterschätzt wurde und inzwischen den Preis ganz nüchtern mitbestimmt: die Energieeffizienz. Eine gute Energiebilanz senkt nicht nur laufende Kosten. Sie stabilisiert auch den Wert.

Umgekehrt heißt das: Wer ein unsaniertes Haus verkauft, verkauft vielen Käufern auch eine künftige Baustelle. Und das wirkt sich auf den Preis aus. Ob sich eine Sanierung vor dem Verkauf rechnet, klären wir im Ratgeber Erst renovieren oder direkt verkaufen?

Ratgeber: Professionelle Immobilienbewertung

Wie ein realistischer Wert entsteht und welche Rolle Lage, Zustand und Energieeffizienz dabei spielen.

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Was Käufer und Verkäufer jetzt beachten müssen

Was heißt das nun konkret? Käufer sollten nicht auf den perfekten Zeitpunkt warten, sondern sauber rechnen. Entscheidend sind:

Verkäufer wiederum sollten sich von der Vorstellung verabschieden, dass der Markt jeden Wunschpreis bezahlt. Gute Immobilien werden auch 2026 ihren Käufer finden. Mit welcher Verkaufsstrategie wir dabei vorgehen, beschreiben wir ausführlich.

Aber überzogene Preise, schwache Lagen und unsanierte Bestände kosten vor allem eines: Zeit. Und Zeit kostet am Ende oft Geld.

Zuerst veröffentlicht auf focus.de: https://www.focus.de/immobilien/immobilienkauf-wird-teurer-worauf-kaeufer-achten-muessen_3dc35ac3-fa3b-4d1e-b926-dc2af4670dcd.html

Möchten Sie von Arndt Gerhardts im persönlichen Gespräch mehr über diese Strategie erfahren? Dann vereinbaren Sie hier (klick) oder telefonisch einen Termin 02157-9474.

Immobilienmakler • Buchautor • Redner

Über Arndt Gerhardts

Arndt Gerhardts auf der Bühne

Arndt Gerhardts ist ein erfahrener Immobilien-Experte mit über 25 Jahren Branchenerfahrung. Als Geschäftsführer der Gerhardts Immobilien GmbH engagiert er sich für die Weiterentwicklung der Immobilienbranche. Neben seiner Tätigkeit als Makler ist er als Buchautor, Vortragsredner und Branchenexperte aktiv. Seine Expertise wird regelmäßig in Medienformaten aufgegriffen, und er gibt praxisnahe Einblicke in Themen rund um Immobilienverkauf, Marktanalysen und energetische Sanierung.

Mit seinem neuesten Buchbeitrag möchte er Privatverkäufer dazu befähigen, selbstbewusst und gut vorbereitet ihre Immobilie zu verkaufen – mit Wissen, das sonst nur Maklern vorbehalten ist.

Stand: April 2026. Dieser Beitrag gibt eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

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