Dilkrath – Kirchdorf zwischen Amern und Boisheim
ca. 1.200 Einwohner · bis 1928 eigene Gemeinde · Pfarrkirche St. Gertrudis von 1460
Dilkrath liegt nordöstlich von Amern an der Straße nach Boisheim und hat rund 1.200 Einwohner. Der Ort entstand vermutlich im 10. oder 11. Jahrhundert als Rodungssiedlung, war bis 1928 eine eigene Gemeinde und kam dann zu Amern St. Georg. Schon von weitem sehen Sie den ziegelroten Turm von St. Gertrudis, einer gotischen Backsteinbasilika von 1460. Daneben stehen das um 1700 erbaute Pfarrhaus, ein Gasthaus von 1792 an der Boisheimer Straße und die frühere Dorfschule an der Nordstraße, alle unter Denkmalschutz.
Gewohnt wird in Dilkrath überwiegend in Einfamilien- und Doppelhäusern, am Ortsrand auch in früheren Hofstellen. Das Vereinsleben trägt unter anderem der Fußballverein DJK Fortuna Dilkrath. Käufer, die hier suchen, wollen meist ein Haus mit Garten in einem kleinen Ort. Für Einkäufe und weiterführende Schulen fahren sie nach Amern oder Waldniel, für die Bahn zum Haltepunkt Boisheim an der Strecke Viersen–Venlo.
Lüttelforst – Waldhufendorf am Nordufer der Schwalm
ca. 620 Einwohner · bis 1915 eigene Gemeinde · Pfarrkirche St. Jakobus, Lüttelforster Mühle
Lüttelforst ist ein altes Waldhufendorf. Die Höfe reihen sich am Nordufer der Schwalm auf, parallel zum Fluss, die zugehörigen Flurstreifen liegen dahinter. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort 1255 im Zusammenhang mit einer Schenkung an die Kapelle St. Jakobus, die 1258 Pfarrkirche wurde. Bis 1915 war Lüttelforst eine eigene Gemeinde im Kreis Kempen, dann kam es zu Waldniel. Heute leben hier rund 620 Menschen. Unter Denkmalschutz stehen unter anderem die Pfarrkirche St. Jakobus, die Lüttelforster Mühle und mehrere Hof- und Wohnhäuser.
Die Gemeinde zählt das Waldhufendorf zu ihren Ausflugszielen, die Schwalmaue und Wanderwege liegen direkt am Ort. Mit der Kindertageseinrichtung Lüttelforst, der St.-Jakobus-Schützenbruderschaft und dem Sportverein Apollo 11 hat Lüttelforst ein eigenes Gemeinschaftsleben, Einkäufe und Schulen erledigen die Bewohner in Waldniel. Gefragt sind hier vor allem Hofstellen, ältere Wohnhäuser und Häuser mit großem Grundstück nahe Fluss und Wald. Bei Gebäuden im Außenbereich oder unter Denkmalschutz sollten Genehmigungen früh geprüft werden.
Vogelsrath – Wohnplatz mit Wegekapelle und Schützentradition
Wohnplatz bei Amern · Wegekapelle aus dem 17. Jh. · Schützenbruderschaft seit 1821
Vogelsrath ist einer der kleineren Wohnplätze von Schwalmtal und gehörte historisch zur Pfarre Amern St. Georg. Die Grundschule in Amern liegt knapp einen Kilometer entfernt. Zum Ort gehören neben der Straße Vogelsrath selbst kurze Wege wie Smetsend und Schmalend. Das älteste Bauwerk ist eine Wegekapelle aus dem 17. Jahrhundert, ein kleiner Backsteinbau, in dessen Nische seit 1907 eine Madonnenfigur steht.
Das Ortsleben prägt die St.-Josef-Schützenbruderschaft, gegründet 1821, die ihr Schützenfest im Wechsel mit den Bruderschaften aus Oberamern und Schellerbaum ausrichtet. Mit der DRK-Kindertageseinrichtung Vogelsrath gibt es eine Kita am Ort. Die Bebauung besteht überwiegend aus Einfamilienhäusern und früheren Hofstellen. Wer hier ein Haus sucht, möchte meist ruhig und ländlich wohnen und trotzdem in wenigen Minuten in Amern, Waldniel oder an der A52 sein.